Bruckner Sinfonie Nr. 7: Adagio#
Projekt: Das Adagio aus Bruckners siebter Sinfonie für einen Bläser-Workshop zugänglich machen.
Das Adagio aus Bruckners siebten Sinfonie stellt für viele Bläser – insbesondere auch für Blechbläser – einen ultimativen Höhepunkt der Bläserliteratur dar. Nicht viele Laineorchester sind so aufgestellt, dass sie diese Sinfonie adäquat zu Gehör bringen können. Und wenn ein Laienorchester sich dieses Projekt vornimmt, sind die Plätze der Bläserbesetzung oft schon an langjährige und verdiente feste Mitspieler vergeben. Viele Bläser bekommen im Laufe ihres Musiklebens keine Gelegenheit, an diesem Adagio mitzuwirken.
Projekt: Wir machen die wichtigsten Stellen aus dem Adagio für Laienbläser als Flexi-Satz zugänglich. Ziel ist es, sich das Werk z.B. in einer Orchesterfreizeit erarbeiten und ggf. auch in einem Werkstattkonzert aufführen zu können.
Idee: Wir stellen alle Stimmen der Partitur in allen Notationen und Transpositionen für alle Instrumente zur Verfügung, die vernünftigerweise diese Stimme spielen können, also:
alle C-Stimmen auch in B und umgekehrt;
auch alle F-Stimmen in C und in B (auch die Trompete in F kann so von einem beliebigen anderen passenden Instrument übermommen werden)
Posaune im Tenor-Schlüssel auch im Bassschlüssel, auch für F für Hörner
ausgewählte Stimmen auch in F – so wird es den Hörnern nicht langweilig
insbesondere auch die von Bruckner geforderten Tenor-Tuben in C, B, F
auch alle Streicher-Stimmen für Flöte, Klarinette, Hörner, Posaunen etc.
Zusätzlich werden ausgewählte Passagen als Register-Satz z.B. für die Tiefblech-Abteilung (auch wenn hier z.B. auch eine Bassklarinette mitspielen will) bereitgestellt, um Registerproben oder sogar Kammermusik zu unterstützen.
Das Ziel besteht darin, auch für interessierte Laien diese wunderbare Musik erlebbar zu machen.
Zu diskutieren: Der Satz steht im Original in E-Dur. Das ist für Laien nicht ganz unproblematisch, wir werden lange Strecken mit Griffen und Intonation verbringen. Aber das muss nicht sein, Idee: Wir gehen insgesamt nach F-Dur. Für den ernsthaften Musiker ist das natürlich Blasphemie, könnte in unserem didaktischen Kontext aber eine ganz gute Idee sein:
nahe genug an E-Dur ‘dran
wenig Vorzeichen, die Lesbarkeit wird deutlich erhöht; insbesondere weniger Doppelkreuze
besser F-Dur statt Es-Dur: Der KB (und auch die Kontrabasstuba) kann den Tonika-Grundton noch mitspielen