KI Leitlinie J.Busse#
Dieser Text: Subjektive Sicht von J.Busse. Kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit – aber normativ gültig für alle Lehrveranstaltungen von J.Busse.
Versionen:
2026-09-07:
Text insgeamt gestrafft
NEU der Satz: Studierende bei J.Busse erklären sich mit dieser Regelung explizit einverstanden (s.u.)
2026-03-19: KI-Kennzeichnung: Ein Beispiel
2026-02-19: Eigenständigkeitserklärung „unplugged“
2025-10-09: KI-Kennzeichnung
2025-06-20: Karaoke-Präsentation
2025-05-15: Erstfassung KI-Leitlinien Bayern
Important
ZUSAMMENFASSUNG 2025-10-09, aktualisiert 2026-08-07
J. Busse wünscht selbstformulierten Text (“Rohtext”).
Ein Lektorat von Rohtext durch eine KI ist unerwünscht. Sobald eine KI auch nur ein Wort ersetzt, auch nur eine einzige Formulierung geändert hat, ist die Eigenschaft “Rohtext” zerstört. Das Erfordernis der individuellen Zuschreibbarkeit ist nicht mehr erfüllt, der Text eignet sich nicht mehr als Prüfungsleistung.
Auch eine Studienarbeit oder Bachelorarbeit muss als selbstformulierter Rohtext abgegeben werden. Es steht den Studierenden frei, die Bachelorarbeit später mit einer KI zu überarbeiten und zu publizieren – aber das hat dann nichts mehr mit der eigentlichen Prüfungsleistung zu tun.
Im Zweifelsfall muss der Prüfling nachweisen, dass er/sie den Text selbst erstellt hat. Eine geeignete Versionierung kann hier sehr hilfreich sein.
Grundsatz bei J.Busse#
Sowohl im persönlichen Kontakt wie auch im Publikationswesen muss immer jederzeit unmissverständlich klar sein, ob ein Text von einem Menschen formuliert oder von einer KI erzeugt wurde. Das heißt:
Wenn ich mit einem Menschen spreche (resp. schriftlich austausche), dann gehe ich davon aus, dass tatsächlich dieser Mensch spricht (resp. schreibt) – aber nicht ein Bote, Freund, Advokat, Avatar, Chatbot etc. Wir nennen das Identität.
Ich gehe davon aus, dass mein Gegenüber das spricht (oder schreibt), was er selbst denkt, und nicht nur von sich gibt, was andere gedacht haben. Wir nennen das Authentizität.
In der Wissenschaft legen wir besonderen Wert darauf, die Urheberschaft von Ideen stets glasklar hervorzuheben: Man nennt das gute wissenschaftliche Praxis.
Im Datenmanagement nennt man das Data-Lineage oder Data Provenance, in der Sprachwissenschaft Evidentialität.
Wenn ich einen Text lese, von dem ich annehme, dass er von einem Menschen formuliert wurde, und später erfahre, dass er tatsächlich von einer KI erzeugt wurde, gehe ich von einer Täuschung aus – auch dann, wenn dieser Text im auftrag eines Menschen von einer KI erzeugt und durch den Menschen “autorisiert” wurde.
Sicherlich gibt es Graubereiche; und in verschiedenen Kontexten – Beruf, persönliche Beziehungen, Geschäftsbriefe, Prüfungsleistungen – gibt verschiedene Bewertungen von “Grau”. Im Hochschulkontext gelten die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis in besonders strenger Weise. Die üblichen Zitierregeln sind z.B. klar dargestellt von Martin Kornmeier: Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht (Haupt Verlag, Bern 2024) https://flatp20.bib-bvb.de/search?bvnr=BV049570589, https://bibaccess.fh-landshut.de:2065/doi/book/10.36198/9783838562070, dort spezifisch Kapitel 7.2.3: Korrekte Zitierweise der verarbeiteten Literatur (Download). Was bei Kornmeier in Bezug auf Plagiate (Übersetzungsplagiat, Shake & Paste, Halbsatzflickerei, Strukturübernahme) beschrieben ist, gilt auch für KI-generierten Text als Hilfmittel.
Ab dem WS 2026 gilt bei J.Busse in Bezug auf “Grau” eine Nulltoleranz.
Studierende bei J.Busse erklären sich mit dieser Regelung explizit einverstanden. Das Einverständnis wird zu Beginn der Veranstaltung schriftlich erklärt.
KI-Leitlinien Bayern#
KI-Leitlinie Hochschule Bayern, 2025-05-08
Backlink: https://fidl.education/projekte-programme/ki-leitlinie/
Download Text: https://fidl.education/wp-content/uploads/2025/05/KI-Leitlinie_Hochschule-Bayern-08052025.pdf
Kennzeichnung von KI-generierten Texten, Grundsatz aus “KI-Leitlinien, Ethische Pflichten” (S.9ff):
Es obliegt den Studierenden, die Nutzung von KI im Rahmen von mündlichen, schriftlichen und sonstigen studiumsrelevanten Arbeiten kenntlich zu machen und somit für Transparenz zu sorgen.
Es sei nochmal betont, dass die Kennzeichnung KI-generierter ortografischer oder grammatikalischer Korrekturen, Übersetzungen sowie nicht-sinnverändernder Verbesserungen von Formulierungen nicht sinnvoll und auch nicht praktikabel ist. (ebd.)
Leitende Idee:
Die Kenntlichmachung und Dokumentation sollen den Prozess der KI-Nutzung nachvollziehbar machen, ohne übermäßig detailliert jede Interaktion aufzulisten. Der Fokus liegt auf dem sinnvollen Einsatz von KI als Werkzeug für spezifisch wissenschaftliche Aufgabenstellungen und den mit KI erzeugten relevanten Ergebnissen. (ebd.)
Herausforderung:
Wie kann man das in Texten konkret machen?
Konreter Lösungsvorschlag bei JB: KI-Kennzeichnung.