Modulhandbuch

Der Umfang der Literatur zur Ethik der KI wächst seit einigen Jahren sprunghaft an. Einzelne Argumentationen klingen jede für sich nachvollziehbar, kommen jedoch teilweise zu völlig unterschiedlichen Ergebnisse. Oft besteht in den Grundnnahmen ein normativer Bias, der nur selten so ausreichend explizit gemacht wird, dass die jeweilige Position transparent einer Kritik unterzogen werden kann. Philosophisch fundiertere Texte verweisen bisweilen auf moralphilosophische Grundlagen, die in ihrer Kurzform zunächst plausibel klingen, bei einer genaueren Nachfrage jedoch nur schwer auf alltägliche Probleme anwendbar sind.

Ein wesentlicher Inhalt der Veranstaltung besteht aus einem reflektierten tieferen Verständnis der philosophischen Grundlagen in Anwendung auf klassiche moralphilosophische Dilemmata. Wir lesen dazu gemeinsam:

Die Kernlektüre wenden wir auf einzelne typische moralphilosophische Dilemmata an. Dazu

Inhalt der Veranstaltung ist mithin auch eine Analyse des Einflusses von KI auf unsere ethische Urteilsfindung. Die Anwendungsthemen orientieren sich auch an den spezifischen Interessen der TeilnehmerInnen. Typische Themen könnten z.B. sein: Kohlbergs Heinz-Dilemma; autonomes Fahren und Trolley-Probleme; Bias in automatisierten Entscheidungen; KI in der Psychotherapie u.a.

Methodisch bewegen wir uns vorwiegend auf der Ebene der Metaethik mit in rezeptionsorientierter Textarbeit. Eine moralische Belehrung findet nicht statt. Weil wir die Thematik aus einer den Idealen der Aufklärung verpflichteten säkularen Perspektive behandeln und insbesondere auf typische religiöse Argumentationen verzichten, ist die Veranstaltung für Angehörige aller Glaubensrichtungen und auch für nichtreligiöse Menschen geeignet.

Kernliteratur: